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Eine
bislang einmalige Kombination von Obertongesang und Klangstein.
Völlig
neue Hördimensionen, die körperliche und seelische Resonanzen
erfahren lassen.
Meditativ-entrückende
Klangkunst, bei der durch die Vielseitigkeit des Duos StoneVoice immer
neue Klangbilder kreiert werden.
Raimund
Wiener und Markus Bauer haben sich bei dieser Studioaufnahme zum Ziel
gesetzt,
alle
Melodien, Klänge und Gesänge aus ihren natürlichen Ursprüngen
heraus zu produzieren.
Ein
live wiederholbares Klangwunder, nur mit Stimme und Instrumenten, ohne
Synthesizer.
Eine
akustische Vision mit transzendenter Wirkung.
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Ich
sitze in der Krankenkapelle in Kutzenberg ganz hinten. Beide Füße
stehen fest auf dem Boden, mein Blick kann durch die großen Fenster
ins Maintal schweifen. Draußen dämmert es und ich vibriere. Meine
Füße spüren die Musik zur Passion, die ganz vorne in der
Kapelle spielt. Dort sitzt Markus Bauer auf dem Boden, barfuß, vor
sich einen schwarzen Klangstein. Der indische Granit ist so groß wie
der Schuhkarton von Wanderschuhen und so schwer wie der ganze Wandersmann:
siebzig Kilo.
Links
und rechts stehen zwei Glasschüsseln mit Wasser. In meinen Ohren
pfeift es. Der Stein klingt durchaus lieblich. Er singt wie eine Mischung
aus singender Säge und angeschlagener Klangschale. Markus Bauer streicht
versunken mit seinen feuchten Fingern links und rechts die Lamellen seines
Steines. Die Udu setzt ein. Raimund Wiener hält die afrikanische
Tontrommel, die wie eine bauchige Flasche mit Loch in der Mitte aussieht,
im Arm.
Wo stehe ich selbst? Die Antwort auf diese Frage zu finden,
sei Aufgabe der Fastenzeit, sagt Pastoralreferent Alfons Staudt, der das
Konzert organisierte und die schwer greifbaren Klänge am Mittwochabend,
7. März 2007, in einen religiösen Kontext stellt. Ich sitze
erst einmal; Und zwar inmitten von 60 anderen Zuhörern, die irgendwo
zwischen interessiert, verwundert und fasziniert den Klängen lauschen,
während es draußen langsam dunkel wird und nur noch Teelichter
die Kapelle beleuchten. Mit Obertongesängen ziehen die beiden Musiker
ein, mit Obertongesang beenden sie ihr Konzert nach eineinhalb Stunden
auch. Wiener erklärt vor seinem Obertonsolo, wie die kaum ortbaren
Töne entstehen. Sie sind Bestandteil jeder Stimme, nur normalerweise
nicht einzeln heraushörbar. Obertonsänger verstärken die
Teiltöne, indem sie sie in verschiedene Resonanzräume ihres
Körpers schicken. Das klingt dann, als wenn die Engel singen,
wie eine Zuhörerin hinterher sagt. Die Decke der Kapelle ist frei
von Gemälden, doch genau dort oben scheinen sich jetzt Engel zu manifestieren,
die Obertöne herunterpfeifen.
Für meine europäischen Ohren klingt das meditativ, doch Wiener
weiß, dass im Ursprungsland des Obertongesangs, in der Mongolei,
diese Musik schlicht Volksmusik ist. Und damit das Volk auch hier, hoch
über dem Maintal, mitmachen darf, bringt Wiener ihm die ersten Schritte
bei: Man nehme das englische you und das französische
oui und spreche die Worte in Zeitlupe hintereinander, wobei
man auf jedem Vokal verharre und mit ihm spiele.
3 Fragen an Markus Bauer
Klänge, die der Stein mir anbietet Am Mittwoch um 18 Uhr spielen
Sie Klangsteine in einem Konzert in der Kapelle Kutzenberg. Was ist eigentlich
ein Klangstein?
Die Steine, wie ich sie spiele sind große, polierte, gesägte
Steinblöcke wie zum Beispiel Serpentinit, Travertin, Granit und Marmor.
Sie werden mit nassen Fingern und Händen zum Schwingen und Klingen
gebracht. Das Wasser bildet einen Film und nimmt die Härte des Steins.
Ein Klangstein muss erst eingespielt werden und der Klang entwickelt sich
stetig weiter. Ich kann auch nicht sagen, ich möchte jetzt diesen
Ton spielen, ich muss das annehmen was mir der Stein anbietet.
Wie klingen denn Ihre Steine?
Es können hohe, flirrende Töne sowie auch sehr tiefe brummende
und summende Töne möglich sein, die in ihrer Klangfarbe sehr
klar sind. Aber auch die Vermischung der Töne ergibt einen Klangteppich,
der sehr komplex ist. Ein Sufimeister sagte, in den Steinen sei die Klangvielfalt
aller Instrumente dieser Welt enthalten.
Ist es leicht, einen Stein zum Klingen zu bringen?
Jeder kann das Klangsteinespielen erlernen. Es sind keinerlei Voraussetzungen
erforderlich. Man sollte allerdings sehr behutsam an den Klangstein herangeführt
werden, denn beim Spielen werden sehr starke Kräfte und Energien
freigesetzt. Sie bringen alles um sich herum zum Schwingen. Die Faszination
Klangstein ist: Ich kann in den Stein hineinkriechen, mit ihm verschmelzen,
kommunizieren, mich ausdrücken. Ich kann mich einlassen und kann
getrost annehmen, was mir der Stein anbietet und das ist sehr viel, wenn
ich es zulasse. Ich spüre die Schwingungen im ganzen Körper
und bekomme eine enorme Energie und Kraft aus dem Stein. Man lernt das
Hören mit den Fingern und Händen beim Spielen mit dem Stein.
Mit fast jedem Stück der Finger oder der Hände wird ein anderer
Ton aus dem Stein gelockt. Diese Reinheit und Klarheit der Töne zu
erfahren, zu hören und zu spüren, macht für mich das Besondere
aus. Auch hat sich mein normales Gehör durch den Klangstein sehr
verändert. Wenn ich Lieder von früher im Radio höre, bemerke
ich immer öfter, dass ich immer wieder neue Instrumente höre,
die ich früher nicht wahrgenommen habe.
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